Episode 35 – Warum trösten Songs, Purple Schulz?

In dieser Folge von Talk about Tod sprechen Klaus Reichert und David Roth mit Purple Schulz – einem Musiker, der seit Jahrzehnten mit seinen Liedern Herzen bewegt. Mit seinem Song Der letzte Koffer hat er ein musikalisches Bild für Abschied und Erinnerung geschaffen, das perfekt zu unserer Ausstellung
Ein Koffer für die letzte Reise passt.

Wir reden mit ihm über den Koffer, den er für uns gepackt hat, über das, was er mitnehmen würde – und was hierbleiben darf. Wir gehen der Frage nach, warum Abschiedslieder tröstlich sein können, und wie Künstler mit Alter und Vergänglichkeit umgehen. Es geht auch um den „Club der 27“, um die Verklärung des frühen Todes, um Kitsch, Wahrheit und die Kraft von Songs, wenn Worte fehlen.

Das im Podcast von Purple Schulz erwähnte Gedicht zu dem von ihm gepackten Koffer:
„Seit Wochen saß mir das im Nacken:
Ich muss den letzten Koffer packen!
Doch war mir klar: im Allgemeinen
braucht man dort, wo ich hingehe, keinen.
Am liebsten wär ich zehn Gramm Aasche
und wanderte in deiner Tasche
vom Krematorium nach Haus
Und läg mit dieser kleinen Maus
in uns´rem kleinen Garten
Doch keine Angst!
Ich kann noch damit warten.“



Purple Schulz Song über Demenz – Fragezeichen 

Letzter Song – Joni Mitchel – Both Sides Now / Orchester Version


Hören sie den Podcast

Purple Schulz (Foto©Ben Schulz)