Golrokh Esmaili ist Trauerbegleiterin in Köln und hat iranische Wurzeln. Sie begleitet Trauernde und sie trägt gleichzeitig die Trauer um ein Land in sich, in dem das Regime seit Jahren Menschen tötet und unterdrückt.
In dieser Folge sprechen wir mit ihr über zwei sehr unterschiedliche Trauerkulturen: die laute, kollektive, sichtbare Trauer im Iran und die eher stille, private Trauer in Deutschland. Es geht um Familien, die im Iran Söhne, Töchter und Freunde verlieren und um Angehörige hier, die aus der Distanz um sie trauern, oft mit einem Gefühl von Ohnmacht und Schuld: Ich bin in Sicherheit, andere sterben dort. Golrokh Esmaili erzählt, was Trauer mit diesen Menschen macht, welche Rolle Social Media und digitale Orte für Trauer auf Distanz spielen und wo sich Erfahrungen gleichen, ganz egal aus welcher Kultur wir kommen.
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