Episode 23 ∙ 30.05.2025 ∙ 18 Min
Do it yourself? Dein Leben, dein Abschied, deine Urne
Mit David Roth, Klaus Reichert, Martina Schneider
Was, wenn man seine eigene Urne selbst gestalten könnte? Martina Schneider ist Journalistin, Audiobiografin und Mitinitiatorin der Urnen Company in Arnsberg, einer offenen Werkstatt, in der Menschen ihre eigene Urne aus vergänglichen Materialien wie Lehm, Salzteig oder Zeitungspapier gestalten.
Sie erzählt, wie sie über ihre 15-jährige ehrenamtliche Arbeit in der ambulanten Sterbebegleitung zu ihrer heutigen Arbeit fand – dem Aufschreiben von Lebensgeschichten, bevor sie verloren gehen –, und von einer Kräuterfrau, die ihre eigene Urne aus Lehm formte und mit Vergissmeinnicht-Samen füllte.
Ein erster Eindruck aus der Aufnahme: „Wann waren Sie das letzte Mal auf einer Beerdigung?" – „Momentan sterben ganz viele 80-, 90-Jährige … Hier im Sauerland, auf dem Dorf, ganz klassisch mit einer Aussegnungshalle, wo die Leute draußen stehen, nichts sehen, nichts verstehen."

Über Martina Schneider
Martina Schneider ist zu Gast. Die Journalistin und Audiobiografin hat die Urnen Company in Arnsberg mitinitiiert, eine offene Werkstatt, in der Menschen ihre eigene Urne aus vergänglichen Materialien wie Lehm, Salzteig oder Zeitungspapier gestalten. Sie erzählt von einer Kräuterfrau, die ihre Urne aus Lehm formt und mit Vergissmeinnicht-Samen füllt, davon, wie viel Dankbarkeit sie in den Lebensrückblicken schwerkranker Menschen hört, und warum sie findet, dass die letzte „Party" genauso individuell sein darf wie das eigene Leben.
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Weitere InformationenTranskript
- Podcast: Talk about Tod
- Staffel: Staffel 3
- Titel: Do it yourself dein leben dein abschied deine urne
- Quelle: episode-23-do-it-yourself-dein-leben-dein-abschied-deine-urne.mp3
- Status: Whisper-Transkription; als reiner Fließtext ohne Sprecherzuordnung und ohne Zeitangaben aufbereitet, redaktionelle Prüfung offen
Transkript
Bevor es losgeht, noch ein paar Hinweise auf unsere Veranstaltungen. Wenn Sie in Trauer sind, dann kommen Sie gerne vorbei am 4. oder 5. Juni zum Gesprächskreis für Trauerende in Köln mit Trauerbegleiter Manuel Schweichler. Das Ganze findet bei Klemmer-Rot-Bestattung und Trauerbegleitung im Karolinger Ring 26 statt. Das Treffen beginnt um 19 Uhr jeweils. Oder ich habe noch ein Tipp für Berges Gladbach. Am 11. Juni zwischen 10 und 13 Uhr hält David einen Vortrag und führt sie durchs Haus. Das Thema der Veranstaltung mit Jugendlichen über Staben, Tod und Trauer reden.
Das ganze findet statt bei Pütz, Rotbestattung und Trauerbegleitung Kürtner Straße 10 in Berges Gladbach. Wir freuen uns auf Sie und jetzt geht's los. Hallo zu Talk about Tod. Wir freuen uns, dass du lebst und uns zuhörst. Mein Name ist Klaus Reichert. Und ich bin David Rot. Hallo zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Heute sprechen wir mit einer Frau, die Geschichten bewahrt und neue Wege in der Erinnerungskultur geht. Martina Schneider ist Journalistin, Audiobiografin und Mitinitiatorin der Urnen Company in Arnsberg. Was das ist, das klären wir gleich.
Aus dem unterstützt sie Menschen dabei, ihren eigenen Lebensrückblick aufzuschreiben oder aufzunehmen. Herzlich Willkommen, Frau Schneider. Ach, wie schön, dass du da sein darf. Hallo. Hallo, Frau Schneider. Sie haben lange als Journalistin gearbeitet. Heute unterstützen Sie Menschen dabei, ihre Lebensgeschichte zu erzählen als Buch oder als Hörbuch. Was bedeutet Ihnen dieser Arbeit persönlich im Vergleich zu früher? Ich sehe, dass wie eine wunderbare Fügung, ich habe immer gerne als Journalistin gearbeitet, auch als Foodjournalistin. Aber ich habe auch schon über 15 Jahre jahramtliche Hospizarbeit gemacht in der ambulanten Sterbebegleitung.
Und da habe ich so viele Menschen kennengelernt Und wir schon ganz oft gedacht, Mensch, die haben so viel zu erzählen. Und dann sterben die und das geht uns auch als Angehörigen immer so. Nach zwei Jahren denkt man, ach, das hätte ich die Oma noch mal sagen können. Und es ist nicht bewahrt. Und dadurch hat sich das ganz gut gefügt. Es gibt eine deutsche Gesellschaft für Patientenwürde, die bietet Kurse an, wo man lernt, ganz fokussiert und innerhalb von zwei Stunden die wichtigen Fragen zu stellen, um quasi ein ganzes Leben einzufangen. Frau Schneider, die erste Frage, die wir stellen, ist heute die zweite.
Wir stellen diese Frage alle unseren Gästen. Wann waren Sie das letzte Mal auf einer Beerdigung? Ist nicht lange her. Momentan sterben ganz viele 80-90-Jährige, also die Eltern unserer Freunde. Hier im Sauerland auf dem Dorf, ganz klassisch mit einer Ausegnungshalle, wo die Leute draußen stehen, nichts sehen, nichts verstehen. Die Musik ist entweder nicht passabel übertragen oder es wird zweimal als falsche angespielt. Katastrophal. Okay, damit ergibt sich ja die Frage, wie Sie diese Beerdigung erlebt haben. Ist Ihnen da etwas von dieser letzten Beerdigung besonders in Erinnerung geblieben, also wo Sie auch das Gefühl hatten, es geht um diese Person?
Es geht wenig um die Person, nein, es geht darum einen 20-minütigen Standardablauf halbwegs gut hinzukriegen und selbst das klappt nicht. Okay, das ist gruselig. Wobei, ich denke ja zumindest bei einer katholischen Beerdigung, die sind ja noch ein bisschen anders ausgestellt als die Evangelien, gibt es dieses kleine, schwarze Buch, wenn man das einmal gesehen hat, wie das funktioniert, könnte damit eigentlich jeder zumindest einen vernünftigen Standard hinbekommen. Und das ist ja die Sache, warum sich viele so an der Liturgie entlanghangeln, weil dann die Umstände, alles musste schnell gehen, die man kriegt, die Zähne auseinander und so etwas geschieht.
Aber ich glaube, selbst mit einfachen Mitteln oder wenn alle so ein bisschen anpacken, könnte man das anders machen. Wie verändert sich denn der Blick aufs Leben, wenn man zurückschaut und Bilanz zieht, wenn man sozusagen oft wie Sie mit Leuten wirklich diesen letzten Lebensabschnitt begleitet und darüber spricht? Natürlich erlebe ich ganz viel Dankbarkeit für mein eigenes Leben, denn ich begleite zum einen als Palliativbiograf in Menschen, die im Hospiz sind. Die sind oftmals haben ihr Leben gelebt, alles gut soweit. Da ist es ein nettes I-Düpfelchen, wenn man noch irgendwie zehn Seiten Lebensgeschichte zusammenfasst.
Wir begleiten aber im Rahmen vom Familienhörbuch, das sind dann Audiohörbücher, junge Eltern, die schwerstkrank sind. Die haben manchmal Kinder, die sind gerade geboren. Und wenn die uns ihre Geschichten erzählen, mit der eigenen Stimme, so wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, alles, was sie den Kindern erzählen wollen. In dem Wissen, ich bin vielleicht in zwei, drei Wochen schon gar nicht mehr da, dann ist es so bewegend und ich lerne so viel von der Stärke auch, die dann noch die Menschen aufbringen, um das für den Kindern so möglichen. Das ist so beeindruckend und ich bin begeistert, in welche Lebensweg ich reingucken kann und natürlich ich bin begeistert, dass ich schon 60 Jahre alt werden durfte.
Und dann gibt es natürlich noch die Urnen Kompanie, sie treffen sich um aus Naturmaterialien die eigene Urne zu gestalten. Wie entstand die Idee zu diesem offenen Werkstattprojekt? Ich glaube durch meine Beschäftigung mit dem Sterben, im Samen meiner Hospizarbeit, habe ich für mich ganz viele Dinge schon gesegelt, weil ich finde, so individuell und schön wie mein Leben ist, darf auch meine letzte Party sein und das überlasse ich weder meinen Angehörigen, da schaffe ich vieles auf und das überlasse ich auch keinen Bestatter, sondern das möchte ich alles selber machen.
Weil bevor wir sterben, sehen wir ja auch so individuell. Wir machen Patienten Verfügung und Vorsorge voll macht und schreiben vielleicht schon auch, welche Lieder wir bei der Beerdigung haben wollen. Und da war sozusagen der nächste Schritt, was soll denn mein letztes Zuhause werden? Wie darf es aussehen? Und so kamen wir darauf, in einer kleinen Gruppe das eigene Zuhause zu woher kommt denn die Tradition Asche in eine Urne zu füllen und beizusetzen also ich weiß nur dass die ewig alt ist schon tausend Jahre vor kdistus hat es gegeben dann waren es keine Urnen keine geschlossenen Urnen sondern mit Untergrüge oder wasen oder auch steinkistchen aber lange zeit war das ja hier in europa und speziell beim katholischen glauben verpönt weil man ja an an die körperliche Auferstehung denkt und da hat man nicht verbannt zu werden.
Damit auf unserem Friedhof den Gärten der Bestattung werden Urnen beigesetzt. Wo kommen denn diese Urnen her, die wir verwenden? Also die werden ganz häufig von Menschen selber gemacht. Also das heißt, dass die vergängliche Materialien nehmen, sich ein bisschen Zeit nehmen, zum Beispiel ähnlich wie bei St. Martin, wenn man da so eine Laterne bastelt, großen Luftballon zu nehmen, den mit Papier und Kleister zu bekleben, zu bemahlen, die Asche dahin einzufüllen. Alltagsgegenstände oder besondere Gegenstände, von denen ich ungefähr das Gefühl habe, dass die vergänglich sein könnten, werden umfunktioniert.
Zum Beispiel die Handtasche von der Dame haben wir schon häufig erzählt oder Modellbausätze. Und die, die keine Freude daran haben, so etwas zu gestalten, Die können halt natürlich von uns eine vergängliche Urne bekommen. Die sind meistens aus so einem Granulat gemacht oder aus Papier oder Leben. Wir hatten ja kurzzeitig die Situation, dass das Land das Bestattungsgesetz oder das Friedhalt-Konzept sehr falsch verstanden hat. Da waren wir gezwungen aus dem Leben oder dem Boden unseres Friedhofes Urnen zu gestalten. Die sind auch sehr populär. Und natürlich gibt es nichts, was es heute nicht gibt, dass man aus den verschiedensten Materialien sich einfach irgendwas in Ruhe aussuchen kann.
Und da kann man einfach schauen, was man nehmen mag. Damit was kostet denn eine Urne? Von bis? Ach mal, so von nichts, wenn ich die selber mache. Bis zu aber witzigen Tausenden, wenn das dann so ein kleiner Mauern-Sacrophag ist. Da musste ich gerade auch dran denken. Was aber eigentlich eine gute Sache war, die hat mit dem Andreas Degen hat, mit wir vor kurzem gesprochen haben, hatte ich da auch noch mal gesprochen. Früher gab es nämlich auch so Kestchen, wo dann quasi zwei so Aschekapseln, das was man nicht sieht in so einer Ordne meistens, reingestellt wurden und man gemeinsam bestattet werden konnte.
Und ein bisschen halt wie bei den Römern. Das kann mehrere Tausend sein, sondern normalerweise denke ich, liegt man so vielleicht bei irgendwas bei 150 Euro oder so. Aber wie gesagt, ich finde es spricht nichts dagegen, dass man so etwas auch selber machen kann. Denn es geht halt um den Schmuck, um dieser Kapsel, die aus dem Kramatorium kommt. Und ja, man muss sich halt Gedanken machen, wie man das in den Bodenschön legen kann, dass es nicht plumpst. Welche Materialien verwenden denn die Leute am liebsten, mit denen sie arbeiten? Und Frau Schneider, wie fließt die eigene Lebensgeschichte in die Gestaltung ein?
Wir achten natürlich darauf, dass es auf jeden Fall abbaubale Materialien sind. Wir haben Gipsbinden, wir haben Zeitungspapier, das wir zerfizeln und in Wasser auflösen. Wir haben Salzteig, wir machen mit Ton, auch so Karton, Katonagen, die manchmal in Katons, genau so bei Amazon, wenn ich was bestelle, dann ist doch oft mal so brauner Karton drin, aus dem kann man was machen, Baumwolltücher, Filzstoff. Also das ist ganz vielfältig. Und jeder, der zu uns kommt, der hat eine, was mich immer fasziniert, eine ganz konkrete Idee, wie du ohne letzten Endes ausstrahlen soll.
Es geht ja nicht nur ums Basteln dabei, das entstehen ja auch intensive Gespräche über das Leben, das Sterben und das, was bleibt. Was sind das für Gespräche, die sich da entwickeln und gibt es eine Begegnung, die sie besonders bewegt oder überrascht hat? Ja, also wir haben zum Beispiel eine Teilnehmerin, die ist Kräuterfrau. Die hat ihr eigenes Haus hier in Ansberg, innen mit Lehm verputzt, das ganze Haus. Und dann sagt sie, warum soll mein letztes Häuschen, in das ich komme, nicht auch aus Lehm bestehen? Und sie macht es rein aus Lehm und die Kräutergeschichte kommt auf der anderen Seite auch noch dazu.
Denn in den Leben arbeitet sie bei Fuß und vermisst vergissmeinig und andere Kräuter und Saten und Samen einfach aus der Idee heraus, dass das kann wieder was wachsen und werden. Und es ist so stimmig und so schön und so individuell, da geht mir es jetzt auf. Die Urnen Company ist offen für alle ohne Kursgebühr, ganz niederschwellig. Was bedeutet Ihnen diese Form von Gemeinschaft und Teilhabe, Frau Schneider? So was gibt es eigentlich im normalen Leben gar nicht, dass man sich trifft und über die Vorstellung, sprich wie mag ich mal bestattet werden, was kann ich selber dafür tun und jeder wirklich an diesem gemütlichen Werkstatt redet über das Sterben, aber in einer Leichtigkeit und Lebendigkeit, die es sonst nicht gibt.
Wenn Menschen bei ihnen ihren Lebensrückblick aufnehmen oder ihre Ohne gestalten, was erleben sie häufiger Heitakkeit oder Wehmut? Im Laufe der Aufnahmen erkennen fast alle Mann wie reich war mein Leben doch. Was durfte ich alles schon machen? Also das hat mich ganz tief beeindruckt. Eine Frau, die mit ein paar und 30 Jahren sterben muss, sagt, ich hatte alles. Ich habe einen wundervollen Mann, ich habe zwei Kinder, einen spannenden Besuch gehabt. Ich hatte doch alles. Also da standen mir die Tränen in den Augen, weil trotzdem muss sie bald sterben und dieses wundervolle Umfeld verlassen und die Dankbarkeit, die überwiegt.
Das erlebe ich immer wieder und natürlich in dem Zusammenhang mit den jungen Eltern. Die Dankbarkeit in einer palliativen Lebensphase, wo immer weniger möglich ist und es nur noch um medizinische Belange geht, nochmal selber seine ganze Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen und den Kindern zu sagen, Hey, so war dein Papa, so war meine Mama. Das macht so glücklich, dass ich sagen kann, die Trautigkeit, die kommt raus, wenn es dann zum Beispiel noch an die Kapitel, an die direkte Ansprache an die Kinder geht, dann wird natürlich aufgeschlucht und geweint, was das Zeug hält, was ganz normal ist.
David, ich habe nochmal eine ganz praktische Frage. Wie viel Asche bleibt eigentlich übrig, wenn ein Mensch krimiert wird? Auch das ein bisschen vom Körperbau abhängig, aber im Wesentlichen so zwischen 3, 3,5 Kilo. Das ist einfach eine sehr heterogene Masse aus sehr feinen Stäuben, aus Knochenstücken und Ähnlichem. Und was zum Beispiel für den Bau einer Ohne wichtig ist, damit das nachher auch passt, ist ungefähr so groß wie eine Kaffeekanne, oder so wie früher, wie wir noch mehrere Tassen aufgegossen haben. Dieses Volumen brauchst du ungefähr und dann kann man schauen.
Frau Schneider, lassen Sie uns über Ihre eigene Beerdigung sprechen. Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie Sie gerne verabschiedet werden möchten? Auf jeden Fall. In keiner Aussegnungshalle, in keiner Kapelle, auch in keiner Kirche, bei mir im Garten mit Freunden und dann steht da meine selbst getöpferte Urne und gerne ein schönes Bild von mir und alle Säune und Verwandte und Nachbarn dürfen kommen. Und das allerliebste wäre mir, wenn manche den Mut finden zu sagen, was verbindet mich denn mit der Verstorbenen? Das finde ich ganz schön.
Ich finde auch, eine Beerdigung ist nicht nur eine kleine Angelegenheit zwischen der kleinsten Familie. Das wären bei uns insgesamt mein Mann und meine Tochter. Aber ich habe ja so viele Kontakte und die dürfen alle da sein und jeder darf auch seitherweise. Wir deutschen fragen ja immer danach, ist das auch erlaubt? Frau Schneider hat gerade gesagt, dass sie ihr Trauerfeier gerne im eigenen Garten ablaufen lassen würde. Geht so was? Das haben wir auf jeden Fall schon häufig gemacht und ich persönlich glaube, dass da eigentlich nichts gegen spricht.
Das war eigentlich nur während der Pandemie leider ein Problem. Da konnte man keine Trauerfeier mit dem Sarg machen. Das war sehr, sehr störend, weil dadurch einiges nicht möglich wurde und man dann nur gesagt hat, nur sich am Beisetzungsort zu treffen. Aber mit einem Sarg mit einer Ohne können wir heute wieder überall hingehen und es geht ja gerade um vertraute Orte, wo ich mich wohlfühle, wo ich weiß, um wen es geht. Erinnere mich ja auch an dieses schöne Schild, das wir ja auf einem Grab bei uns im Wald haben. Wo drauf steht, bin im Garten Rolf, dass Leute wissen, sie können einfach durchkommen und frei da sein.
Und das ist doch ideal. Nun haben Sie haben ja gerade schon ein bisschen gesagt, was bei der Trauerfeier geschieht. Was würden Sie dazu, sage ich jetzt mal vorbereiten oder beitragen? Gibt es Worte, die Sie an Ihre Gäste richten würden? Das ist eine schöne Idee, dass ich auch noch was aufschreibe. Könnte ich noch aufnehmen. Ansonsten habe ich einfach aufgeschrieben, welche Musik mir im Leben immer wichtig war. Einfach eine private Location möchte ich haben. Das ist mir ganz wichtig und ich möchte dadurch, dass ich das hoffentlich im eigenen Garten arrangieren kann.
Ich finde nicht, dass unbedingt diese Trauergruppe dann bei der Beisetzung der Urne dabei sein muss. Das mag ein ganz privater Moment sein. Da kann jetzt vielleicht wirklich, wenn nur die kleinste Familie da ist, aber diese letzte Abschiedsparty mit der Urne und dem Foto und den Gästen, die darf quick lebendig sein und im großen Rahmen passieren. David, wer ist denn auch möglich, dass Frau Schneider sich in ihrem eigenen Garten in der Urne beisetzen lässt? So was? Ernstbar ist ja noch im Nordrhein-Westfalen, ist ja ein eigener Regierungsbezirk sogar bei uns.
Und da gibt es den Paragraf 14 im Bestattungsgesetz. Das wäre möglich, wenn man das halt vorher verfügt, geht immer um die Personen, die bestattet werden sollen, dann müsste man sich ans Ordnungsamt wenden und das vorbereiten. Also ich habe das Thema gerade in einem anderen Zusammenhang. Nur weil so etwas selten angefragt und noch seltener genehmigt wird, dann kommt immer so man möchte nicht dass das halt nur Prominenten und so wäre das eigentlich habe ich gerade wieder mal erfahren genau dafür gedacht dass diese Möglichkeit jedem offen steht die Schwierigkeit sind natürlich die Bedenken die wir haben die Sicherstellung der Langfristigkeit die öffentliche Zugänglichkeit im eigenen Garten ja so ein Ding aber vielleicht kann man da ja Kompromisse finden aber das wäre machbar mit gutem Willen von allen Beteiligten Seiten und wenn man nicht noch irgendwie eine Idee hat, was da alles geschehen könnte und wie man fragen musste, in der Hoffnung, dass er sagt, nein, leider gar nicht.
Musik haben Sie ja eben schon angesprochen, welcher Song soll auf Ihrer Beerdigung unbedingt gespielt werden? Ich liebe zum Beispiel von Seinhalt Mai, das Lied, Lass nun such ich los, lass du rudern. Das passt so wunderbar. Der Fährmann kennt den Weg allein. Und aber auch bisschen classic und bisschen chase, ich bin da irgendwie ganz bunt gemischt. Aber es muss alles stimmig sein und zu mir passen. Sehr schön. Lieben Dank, Frau Schneider. Dankeschön. Mehr Infos zu Frau Schneider, zur Urnencompany und zu ihrem Projekt, Mein Lebensrückblick verlinken wir in den Show Notes.
Das war es für heute. Schön am Leben bleiben und bis bald. Danke für Ihre Zeit, Frau Schneider. Sehr gerne. Tschüss.