Episode 20 ∙ 07.04.2025 ∙ 32 Min
Macht Trauer einsam?
Mit David Roth, Klaus Reichert, Stephanie Gotthardt
Trauern Frauen anders als Männer – und macht Trauer einsam? Stephanie Gotthardt leitet die Trauergruppen und Workshops im Bestattungshaus Pütz-Roth und erzählt, warum in ihre Gruppen deutlich mehr Frauen kommen als Männer, während Männer eher den Weg ins Einzelgespräch suchen als in die Gruppe.
Sie erzählt, warum Männer in der Trauer oft sehr schnell einen strikten Tagesablauf aufbauen, während Frauen eher melancholisch werden und stärker über Beziehungen nachdenken, und beschreibt die Beerdigung ihrer eigenen sehr guten Freundin Susanne, bei der ein Flügel vorne in der Kirche stand und Lieder begleitete, die die Verstorbene selbst sehr gemocht hatte.
Ein erster Eindruck aus der Aufnahme: „Kommen eigentlich mehr Frauen oder mehr Männer zu dir in die Trauergruppen?" – „In die Trauergruppen kommen tatsächlich immer noch mehr Frauen … in den Einzelgesprächen bei mir in der Praxis kommen dann doch häufiger auch Männer, die das aber nicht so gerne in der Gruppe teilen."

Über Stephanie Gotthardt
Stephanie Gotthardt ist zu Gast. Sie leitet die Trauergruppen und Workshops im Bestattungshaus Pütz-Roth. Sie erzählt, warum Männer in der Trauer oft sehr schnell einen strikten Tagesablauf aufbauen, während Frauen eher melancholisch werden und stärker über Beziehungen nachdenken, warum sich in den Trauergruppen kaum jemand in den Arm nimmt und trotzdem eine tiefe Verbundenheit entsteht, und wie sie selbst ihre eigene Beerdigung längst bis ins Detail geplant hat.
Auf Apple Podcasts hören
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenAuf Spotify hören
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenTranskript
Hallo zu TalkAboutTot, wir freuen uns, dass du lebst und uns zuhörst, mein Name ist Klaus Reichert. Und ich bin David Roth, hallo zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Heute begrüßen wir einen Gast im Podcast, der uns über Tod, Trauer und Abschied aus einer Perspektive erzählen kann, die auf den ersten Blick die Hälfte der Bevölkerung betrifft, aber auf den zweiten Blick natürlich alle mit einschließt. Es geht heute um die Art, wie Frauen mit Abschied, Tod und Trauer umgehen. Herzlich willkommen, Stefanie Gotthardt. Ja, hallo Klaus, hallo David, ich freue mich sehr heute zum dritten Mal bei euch zu sein und euch hoffentlich ein bisschen Inspiration und den Zuhörern zu eurem Thema geben zu dürfen.
Stefanie leitet bei uns im Bestattungshaus die Trauergruppen und Workshops, in denen es um den Umgang mit Trauer und Tod in der Arbeitswelt geht und natürlich auch in unserem gesamten Leben. Darüber wird sie uns am Ende des Podcasts auch noch einiges erzählen. Aber zuerst die Frage, wann warst du das letzte Mal auf einer Beerdigung, Stefanie? Das weiß ich noch ziemlich genau, das war am 2.11.2017, zum Glück schon eine ganze Weile her, aber das war die Beerdigung meiner sehr guten Freundin Susanne. Und was ist dir bei dieser Beerdigung in Erinnerung geblieben?
Also zum einen habe ich die Vorbereitung für die Beerdigung sehr eng bei dir, David, im Haus mit begleitet und bei der Beerdigung selber ist mir berührend in Erinnerung geblieben, mit wie viel Herzwärme die Familie aber auch ein großer, großer Freundeskreis die Beerdigung gestaltet hat, besonders in Erinnerung ist mir geblieben, dass ein Klavier in die Kirche gebracht wurde, ein großer Flügel, der vorne am Altar stand und dort Klavier gespielt wurde, mit Liedern, die zum einen zu Trauer und auch zu Abschied passten, aber auch Lieder, die die Verstorbene sehr gemocht hat und ja, das war alles in allem eine sehr verbindende und berührende Beerdigung.
Nun begegnen dir sehr viele Menschen, die in Trauer sind. Stefanie, kommen eigentlich mehr Frauen oder mehr Männer zu dir in die Trauergruppen? Also in die Trauergruppen kommen tatsächlich immer noch mehr Frauen, wir haben aber mittlerweile halt auch immer mal, ich sag mal, von 10 bis 15 Teilnehmern ist so meistens ungefähr 3 bis 4 Männer dann dabei, der Rest sind Frauen. In den Einzelgesprächen bei mir in der Praxis kommen dann doch häufiger schon mal auch Männer zu mir in die Praxis, die das aber nicht so gerne in der Gruppe teilen. Was glaubst du woran das liegt, dass mehr Frauen kommen zum einen und wenn Männer zu dir kommen, dann doch lieber das Zweiergespräch suchen?
Ich habe den Eindruck, A ist das für mich ein gesellschaftlicher Hintergrund. Also Frauen haben die Legitimation, Gefühle halt auch offen auszuleben und das ist letztendlich für Frauen auch etwas, wie sie gesellschaftlich halt gesehen werden und vielleicht auch manchmal sogar erwartet man, dass Frauen halt leiden und traurig sind, weil das so vielleicht zum Geschlecht her eher angesehen wird, als dass das bei Männer eine Legitimation hat. Wie gehen Männer der Trauer um? Männer sehe ich in den Trauergruppen aber auch im Einzelkontakt oftmals sehr pragmatisch.
Also die haben relativ schnell wie so ein, ich könnte sagen, Stundenplan. Die sind relativ kurz, sehr orientierungslos und dann kann ich aber in den Trauergruppen fast nach 4 bis 6 Wochen sehen, dass die ganz strukturierten Alltag planen. Also die gehen dann morgens um 7 Uhr zum Sport, dann wird um 9 Uhr Kaffee getrunken und 12 Uhr Mittag gegessen, zwischendrin gearbeitet und abends gehen sie dann noch zum Physiotherapeutin oder sowas und haben auch so eine innere Einstellung, da habe ich auch oft mit Männern drüber gesprochen. Nee, davon lasse ich mich nicht umhauen.
Also so, ich schaffe das so quasi so ein Widerstandskampf, der da dagegen kommt und um den Halt nicht innerlich zu verlieren, bauen Männer sich eine relativ starke Struktur auf und sind da auch ja im ganzen Ehr pragmatisch. Also ich kenne fast keinen Mann, der am Ende der Trauergruppe noch wieder Single ist. Das finde ich immer super spannend, weil die irgendwann wie mit so einer Beichte ankommen und das in der Gruppe erzählen, dass sie da jemand kennen gelernt haben und Sorge haben, dass sie verurteilt werden. Aber bei uns kann man das schon mal ausprobieren, wie wir reagieren und das macht dann auch Mutters im nächsten Schritt im Vorhine des Kreis oder im Familienkreis zu teilen.
Und wie gehen dem gegenüber Frauen mit ihrer Trauer um? Also Frauen erlebe ich tatsächlich eher melancholisch und dramatisch. Hat aber was damit zu tun, wie eben schon gesagt, dass man Frauen das auch mehr erlaubt. Und ich glaube auch, das ist so mein Eindruck, dass Frauen auch oftmals über den Tod hinaus gerne, wenn es zum Beispiel der Partner gewesen ist, treu bleiben. Und manchmal, wenn der Partner verstorben ist, auch in manchen Generationen das erste Mal alleine leben. Also die haben ja noch nicht so David, Du und ich letztendlich halt oder Klaus auch mal alleine gelebt, sondern die kommen meistens noch in den Generationen, die haben dann bei den Eltern gewohnt, ziehen mit dem Partner zusammen und machen dann vielleicht jetzt mit 70, 80 das erste Mal die Erfahrung, dass sie alleine wohnen müssen.
Also das ist mit sicherlich ein verlängerter Trauerprozess. Und aber auch was jüngere Menschen angeht, muss ja nicht immer nach der Reihe gehen, wie wir wissen, dass manche sich noch nie wirklich mit sich selber auseinandergesetzt haben, sondern immer nur geguckt haben, wie geht es meinen Eltern. Also ich habe auch oft erwachsene Kinder in den Trauergruppen, die nach den Kindern, nach den Eltern sehr gesorgt haben, sind teilweise nie ausgezogen. Ja und wenn dann plötzlich so dieses Nest komplett und dieser Halt wegfällt und ich vielleicht meinen eigenen Lebensweg dafür aufgegeben habe, weil ich mir nie ein Partner gesucht habe, sondern eigentlich immer mich um die Eltern gekümmert habe indirekt, dann komme ich auch noch mal in einen anderen Trauerprozess und da haben Frauen einfach aus meiner Erfahrung längere Bewältigungsstrategien zu entwickeln, als das pragmatische Denken eines Mannes vielleicht.
Stefan, ich wollte noch mal nach den unterschiedlichen Gefühlen fragen, die davor kommen können. Ich habe gerade jemand in meinem Freundeskreis, da ist die Mutter gestorben, sehr alt geworden, die Frau ist auch schon deutlich über 50 und hat mit ganz unterschiedlichen Gefühlen im Moment, ich will nicht sagen zu kämpfen, aber zu tun, da ist zum Beispiel auch so ein Gefühl wie Wut, was man ja zunächst mal gar nicht vermutet, wenn jemand stirbt. Kommt ihr das bekannt vor, ist ihr das auch schon begegnet? Ja das ist ein sehr vertrautes, bekanntes Gefühl in Zeiten von Trauer, weil man kann sich das so ein bisschen wie ein Zwiebelmodell vorstellen, wir alle sind im Kern letztendlich mit der Liebe, mit der Selbstliebe in uns verbunden und die nächste Schicht des Zwiebelmodells könnt ihr euch quasi mit der Trauer vorstellen und über die Trauer hinaus haben wir die Wut in diesem Bereich und Wut gibt uns im körperlichen Bereich allein in unserem Nervensystem eine bestimmte Stabilität, also Wut fühlt sich auch physisch viel kraftvoller an, dass ich den Halt nicht verliere, könnt ihr euch ja vorstellen, wenn man so feuste Wald kennt, man das ja, dass man Anspannung halt auch in den Oberarmen und Beinen kriegt.
Wiederum empfinde ich, wenn ich Trauer empfinde, bin ich eher schwach auf den Beinen, bin am Zittern und eher instabil, weil das Nervensystem keine Stabilität hergibt, also das ist etwas, was unser Unterbewusstsein oftmals produziert auf eine sehr heilsame Art und Weise, damit wir das Wort wirklich auf den Beinen bleiben können und das irgendwie aushalten und ertragen können. Welche Gefühle kommen noch vor Trauer? Gibt es noch was? Wir haben Trauer, die vorkommt, es gibt aber auch manchmal ganz plötzliche Freude, ein Gefühl von Hoffnung, was da ist.
Manchmal gibt es auch tiefe innere Leere, das ist auch manchmal da und was auch oftmals begleitet ist einfach viel viel Angst, weil man weiß nicht, wie soll das Leben weitergehen, was wartet da vor mir halt, also diese Zukunftsängste, manchmal Existenzängste, viele Dinge durch den Verlust eines Menschen, den man da im ja im Gefühlsbereich oder emotionalen Bereich begegnet. Trauer ist ja Beziehung, Trauer setzt einfach eine Beziehung voraus und dazu gibt es halt diese Attachment-Theorie nach Bolby, zu der hat auch Collymaray Parks ganz viel gemacht und auch hier unser Freund der Bob Neimeyer, der hat halt rausgefunden, dass generell Menschen es schwerer haben zu trauern, wenn sie sich unsicher über die Beziehungen sind.
Also das gilt auch für Männer und Frauen, aber ich glaube, das trifft häufiger auf Frauen zu, dass die sich Gedanken um die Beziehung machen, ob die Beziehung gut ist, ob der andere mich liebt, was gut oder schlecht läuft zu den Beziehungen, ist ja nicht nur Freude, sondern setzt auch voraus, dass man sich gegenseitig aushält. Und da würde ich vermuten, dass Frauen es vielleicht einfach weil sie sich mehr mit der Beziehung befassen, ist vielleicht generell etwas schwieriger als Männer haben mit der Trauer umzugehen. Wie siehst du das, Stefanie?
Also meine Perspektive ist es auch nochmal, wenn wir ein bisschen mehr zurück in der Biografie gehen, in welcher Art und Weise bin ich vielleicht auch in der Kindheit schon geprägt worden, was das Thema Bindung, Stabilität, Beziehungen angeht, weil das speichert letztendlich insbesondere vom ersten bis zum sechsten Siebten Lebensjahr all diese Information von Bindung auch in unserem physischen Nervensystem ab. Und alle Bindungserfahrungen, die wir in der Kind und auch in der Jugendzeit erleben, ist letztendlich ein Muster, welches wir in jedem neuen Thema zu Beziehungen und Verlust wieder neu abspielen und oftmals unbewusst durchleben, bis dass wir das halt vielleicht auch ein Stück weit verstanden haben, aber halt auch körperlich integriert haben und verarbeitet haben.
Also ich glaube auch hier bin ich so ganz bei dir. Ich finde es auch super, dass du nochmal diese wissenschaftlichen Aspekte jetzt gerade mit rein bringst. Vieles hat einfach auch Entwicklungspsychologisch damit zu tun, wie wir mit Verlust umgehen können und wie wir mit Beziehungen umgehen können. Also wohl im positiven, verbindenden Sinn als auch in den Momenten, wo wir uns von Menschen zu Lebzeiten verabschieden müssen, aber natürlich auch noch mal besonders schmerzlich halt dann, wenn wir einen Menschen, den wir sehr geliebt haben oder eine enge Beziehung zu hatten, durch den Tod verlieren.
Machen denn Männer und Frauen in diesen Entwicklungsphasen, die du gerade angesprochen hast, unterschiedliche Erfahrungen, Stephanie? Naja, sie lernen letztendlich in Generationen. Im besten Fall sind die Eltern halt das Modell, an dem sich die Kinder orientieren, in welcher Art Beziehung gelebt wird. Es gibt dann einmal die Beziehungen und Lernen am Modell, wo sie sich Vater und Mutter anschauen und das nächste Lernen am Modell oder das parallel laufende Modell ist auch, wie geht der Vater mit dem Kind in Beziehung und wie geht die Mutter mit dem Kind in Beziehung und das ist ein Leben langprägend.
Das wiederholt sich dann später in den nächsten Beziehungen dieses Muster und wenn zum Beispiel die Beziehung zum Vater belastend war oder teilweise irritierend, dann ist es häufig so, dass beispielsweise Frauen sich dann wieder einen Typus aussuchen, wo sie unbewusst die Hoffnung haben, dass die Geschichte, die damals nicht gut war, diesmal gut ausgeht und sie landen aber wieder im gleichen Schlammersill halt. Und andersrum natürlich auch so, wie die Bindung halt zum Mutter gewesen ist, auch dass es repräsentativ oftmals was wir in weiteren Beziehungen und Partnerschaften erleben halt und was wir hoffentlich dann bis zum Tod alle mal aufgearbeitet haben, um dann letztendlich ja das dann auch zu finden, was zu uns Menschen dann auch auf eine gesunde Art und Weise passen möge.
Ich würde ganz gern noch sowas zu dem Thema Beziehung und Trauer sagen, als hilfreiche Reflektion vielleicht auch für Menschen, die sich gerade akut in einem Trauerprozess zu einer engen Beziehung auch befinden, dass man mal überlegen kann, traue ich um die Person, die wirklich nicht mehr physisch anwesend ist oder traue ich vielleicht um eine Beziehung, die ich nie wirklich hatte mit jemandem oder um eine Beziehung, um eine Beziehungsidee, die sich nicht erfüllt hat. Da ist ein großer Unterschied drin, dass man da sich mal vielleicht ein paar Gedanken zu machen kann, was vermisse ich wirklich, um was traue ich wirklich die Beziehung oder der Mensch, den ich mir da ist.
David zum Haus gehört ja auch der Friedhof, die Gärten der Bestattung sieht man da eigentlich mehr Männer oder mehr Frauen. Also bei uns auf dem Friedhof könnte man ja eigentlich annehmen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Frauen da sind, weil Männer früher versterben in der Regel und Frauen sich vielleicht auch mehr dem Thema zuwenden. Ich nehme aber eigentlich relativ gleichmäßig, so wie in den Einzelbegleitungen bei Stefanie war, dass Männer und Frauen dort hinkommen, sich aber vielleicht ein bisschen anders verhalten. Frauen kommen gerne auch gemeinsam dorthin, vielleicht mit einer Freundin, so ein Gespräch habe ich heute auch geführt, dass sich jemand hat begleiten lassen.
Frauen fragen uns häufiger auch nach Hilfe, also das heißt, dass einer unserer Gärtner mitgeht oder wir den Häfen zum Grab zu kommen, wenn sie einfach Mobilitätsprobleme also beim Genen haben, dass wir dann im Wägelchen hinfahren oder Sachen dorthin schleppen und Männer sind mehr auf dem Friedhof auch für sich alleine. Also dass sie sich dorthin setzen an die Grabstelle und Zwiesprache halten, Musik spielen oder auch nicht mit einem Handtuch, also mit so einem Badehandtuch an die Grabstelle legen. Und letztlich habe ich so das Gefühl, dass sie dort eigentlich gleichmäßig sind und ich habe auch so ein bisschen das Gefühl, wenn eine Frau zum Beispiel um ihre Mutter die hauptsächlich trauernde ist, dann nimmt sie auch gerne ihren Mann oder die Enkel mit, also die machen das mehr in Gemeinschaft.
Wer kommt denn häufiger zu Vorsorge? Da wurde ich fast gefühlt behaupten, dass das wiederum Männer sind und dann auch aus dem Gedanken heraus vielleicht nicht mit den anderen über das Thema sprechen zu müssen, sondern sagen zu können, ich habe da alles geregelt, wenn es mal soweit ist, findet ihr das da und da und geht dahin. Und wir versuchen ja eigentlich häufig auch dann so ein bisschen diese Sprachlosigkeit zu überwinden, dass man miteinander spricht. Und was wir natürlich viel erleben, dass Männer mitgenommen werden von Frauen, weil denen gleichzeitig das Thema einfach besonders am Herzen liegt, dass der andere etwas dazu äußert und das ist gar nicht so einfach und dann ist es häufig auch so in so einem Gespräch, dass der Mann natürlich eine gewisse Struktur einfordert, während die Frau aber die inhaltlichen Themen häufig vorgibt.
Sag mal Beispiel? Der Mann ist ganz wichtig, dass das und das und wir brauchen dann Sarg und so etwas und so Themen wie wo dann die Grabstelle ist, wer das macht und wie die Ausgestaltung ist, das sind dann eher weibliche Themen in so einem Gespräch. Vielleicht sollten wir für die, die noch nichts von Vorsorge wissen und dass man sowas machen kann, noch mal ganz kurz erklären, was das eigentlich ist. Also eine Vorsorge kann vieles sein, es geht letztlich einfach um die Frage, was geschieht, wenn ich verstarbe oder natürlich auch in Sorge um jemanden anders, dass man halt vorher mal als Kind, wenn jemand ins Krankenhaus gekommen ist und man das Gefühl hat, das ist jetzt wirklich ernst, dass man dann einfach darüber spricht, was geschieht in dieser Situation, wenn ein Mensch verstirbt und dass man in der Situation selber meistens aus der Angst, dass das ganz hektisch wird und dass man dann halt einfach mit allen emotionalen Themen auch ordentlich herausgefordert ist, dass man vorher sich schon beraten lassen möchte und das kann man bei uns jederzeit machen und warum ich halt meine, dass Vorsorge vieles ist.
Ich kenne noch ganz viele Gespräche, wo Menschen sagen, sie haben alles geregelt, dann haben sie mit unserem Vater bei einem zufälligen Treffen in der Stadt auf dem Markt gesprochen, wenn ich mal tot bin, dann komme ich bei dir auf den Friedhof oder möchte ich eine Feuerbestattung oder dann will ich zu meinem Freund, der ist Fapper oder so etwas, dann sind das halt so ganz kleine Fragmente und von, dass man einfach mal ein paar Fragen stellen kann und eine Richtung entwickeln kann, bis hin, dass alles immer feiner geplant und ausgestaltet ist über, ich sag mal, alle Verträge, die gekündigt werden müssen, den Text eines Briefes oder einer Anzeige bis hin zu allen Adressen und das dann auch natürlich Geld eingezahlt wird, um das sicherzustellen, vielleicht auch aus der Angst, dass Pflege irgendwann sehr teuer werden kann und man da schon Beträge hat, wenn man das vorher regelt, gibt es ja ganz, ganz viele Ausprägungen.
Früher haben wir ja immer in so einem Gespräch, machen wir eigentlich heute auch noch Menschen gefragt, was sie von Beruf sind und das hat uns einfach in ganz vielen Fällen schon ganz viele Informationen gegeben, zum Beispiel bei einem Ingenieur sind wir nie auf die Idee gekommen, groß schnörkelle Geschrift vorzuschlagen, jetzt für ein Trauerbrief oder ähnliches oder mit so weichen Anteil in dem Gespräch was zu machen, das ist sehr, sehr unterschiedlich. Wie ist das eigentlich insgesamt in den Gruppen, Stefanie? Wie ist das damit näher? Also ich denke, das ist ja vielleicht ein Prozess, aber wie entwickelt sich das?
Kann man sich dagegen seite ich in den Arm nehmen und ja, lässt näher dann auch wieder zu? Also das ist Verhalten, zum einen, also es gibt sicherlich mal grad so die ersten Treffen halt, wenn wir eine neue Gruppe zusammenstellen, sind die Leute eher Verhalten und manche möchten das auch erst mal gar nicht, dann kommt vielleicht mal so, dass jemand eine Hand auf den Arm legt. Ich kündige das immer so ein bisschen an, weil ich mit vielen verschiedenen Methoden unter anderem auch mit Körperarbeit arbeite, dass wenn ich den Eindruck habe, dass jemand emotional total überfordert ist in der Gruppe, weil er etwas erzählt, was sehr belastend ist, dann biete ich immer eine gewisse Körperunterstützung auch an, dass man mal die Hand in den Rücken legt oder in den Nacken oder an die Schultern.
Das sage ich immer schon vorab, weil das für viele sehr entlastend und hilfreich ist. Wir gucken in den Trauergruppen halt auch oft, dass wir manchmal Übungen machen, die dann auch Körperberührungen zulassen, die sind aber meistens dann in etwas Form von Yoga oder Balance Training eingebunden, sodass dann quasi über eine Anleitung Körperkontakt besteht. Die wenigsten gehen hin und nehmen sich so zum Beispiel tröstend in den Arm. Also das habe ich jetzt in den zehn Jahren bald, wo wir das zusammen machen. Man nimmt sich eher weniger in den Arm.
Wobei ich ja gleichzeitig ganz häufig erlebe, nach so einem Gruppenprozess oder auch bei den Sommerkonzerten, dass sich Grüppchen bilden, die ganz nah beieinander sind, auch wenn sie sich nicht täglich treffen und die sich einfach freuen, sich wieder zu treffen, aus denen, die sich auch zu anderen Aktivitäten wie mal eine Tour zu machen oder so verabreden. Und ich erlebe natürlich auch immer die große Nähe der einzelnen Teilnehmer zu dir. Also die sind richtig happy, dich zu sehen, dass du in den Arm genommen wirst. Ist ja nicht selten, beziehungsweise das erlebe ich auch, dass Leute einfach ganz happy sind, wenn sie da beieinander sind.
Ja, das stimmt. Also wenn so ein Abschlussabend ist oder sowas man verabschiedet sich voneinander, dann ist das tatsächlich so. Es war auch kommt mir gerade noch mal einen Sinn. Vor Corona war das mehr gewesen. Also da haben die Leute sich tatsächlich mehr auch in den Trauergruppen, kommt mir gerade nochmals Gedanken in den Arm genommen. Und nachdem wir Corona hatten, ist das weniger geworden. Das ist so, dass die Leute, wenn ich irgendwie irgendwo bin, dann finde ich es halt auch schön immer, dass sie sich an die Zeit erinnern, die wir so zusammen durchgestanden haben und jetzt aber halt auch mit Freude auf einem Sommerkonzert oder jetzt auf dem Strundeteil fest, wenn sie einen dann wiedersehen und können dann mit einem Lächeln einen in den Arm nehmen und oftmals dann noch mal Danke sagen halten, dass sie jetzt wieder ein glücklicheres Leben haben, vielleicht sogar neuen Partner gefunden haben, mir den dann voller Freude vorstellen.
Das sind natürlich schöne Momente. Das sind für mich auch so, ich bin nahbar halt und das glaube ich schätzen auch viele einfach in der Trauergruppe. Sexualität ist heute fast völlig enttabuisiert. Das Netz ist voller Pornografie, keine Zeitung mehr ohne Sex- und Beziehungsratgeber. Nur wenn es um Tod und Trauer geht, scheint das Thema noch ein Tabu zu sein. Lernen sich in Trauergruppen Menschen kennen, die sich danach außerhalb der Gruppen näher kommen? Das haben wir auch schon gehabt, dass sich also Menschen dort kennengelernt haben. Ich persönlich habe da nicht ganz so viel Erfahrung mit, ich weiß aber, dass sich zwei Zwei-Pärchen da mal gefunden haben und dann auch zusammen in Urlaub gefahren sind, weil sie auch zusammen waren.
Und ja, das passiert, dass sich auch Menschen auf der Ebene näherkommen und dass das oftmals, weil du Sexualität ansprichst, ist auch ein Thema in der Trauergruppe manchmal, dass man so irritiert ist, dass man plötzlich beispielsweise, wenn der Partner verstirbt, trotzdem Gefühle von Lust empfindet oder irgendetwas und dass das sehr verwirrend ist für manche und auf der anderen Seite aber etwas ist, was halt auch natürlich ist, weil darüber verurteilen das Thema oft sehr in Deutschland und dass das was verrucht ist vielleicht, aber es gibt auch ganz viel Lebensenergie zurück, wenn man allein mal so in die tantrischen Lehren halt aus Indien und Tibet schaut, die über tausende Jahre schon alt sind, halt da kann man viel zu dem Thema auch Körper, Bewusstsein und Energiearbeit lernen und auch verstehen, warum das ganz normal ist, dass man das auch in Zeiten von Trauer empfindet, so wie wir halt auch Durst und Hunger haben, ist das halt auch eines unserer Grundbedürfnisse, wenn man ganz ehrlich ist.
Ich weiß nicht, ob Sex direkt halt sein muss kann, also es hilft sicherlich halt, wenn Menschen sowas empfinden und da Probleme mit haben, gebe ich ganz gerne einen Hinweis in professionelle Tantra-Studien. Da gibt es halt genug, die damit halt auch arbeiten, aber eine klassische Tantra-Massage zum Beispiel, da habe ich auch sehr sinnliche Erfahrungen, muss aber das nicht unbedingt halt mit einem Partner dann halt teilen, sondern das ist dann eine Anwendung halt auch, wo ich aber auch ähnliches wie eine tiefgehende Intimität erfahren und spüren kann, was der Sexualität sehr nahe kommt, aber das Ziel von Tantra ist letztendlich ein Bewusstsein zu schaffen, um sich tiefer in der Verbindung mit sich selbst wieder zu fühlen, um sich in der äußeren Welt wieder besser zurechtfinden zu können.
Im Thema haben wir ja eigentlich auch einen ganz schönen Podcast gemacht mit der Hannah Langkomi, besser bekannt als Salome Baltüs und wer mag, der findet das sicherlich in unserer Mediathek, also bei den alten Podcasts und was mir natürlich auch auffällt und das finde ich richtig gut, also es treffen sich ja schon Menschen, die gereift durch ihren Verlust vielleicht wieder bereit sind in Beziehung zu gehen und ich meine, ich habe das schon mal erzählt, dass ich vor einiger Zeit eine Dame beerdigt habe, die nach dem Verlust ihres Mannes einen Herrn in der ähnlichen Situation, ein ähnlichem Alter, mit gut 70 kennengelernt hat, die das Glück hatten, dass die Familien auch gut zusammengepasst haben und die 20 wunderbare Jahre miteinander erlebt haben, so wie ich das auch dann in der Trauerrede nachher gehört habe, was schön war und das kommt natürlich auch vor und dass man auch gerade in der Trauerbegleitung wieder zur Lebensfreude und Lebenslust findet.
Lass mich kurz noch was sagen zu Hannah Lakomi, das ist ihr richtiger Name, also wenn jemand Interesse an der Arbeit von Hannah Lakomi hat, sie hat ein Pseudonym, unter dem sie zu finden ist, nämlich Salome Baltüs. Genau, falls wir jetzt Interesse geweckt haben. Dann hört man ja immer die Zeit, halt alle Wunden, welche Rolle spielt die Zeit? Wir lassen uns ja grundsätzlich zu wenig Zeit für die Trauer, man hat ein bis zwei Tage Sonderurlaub, wenn man in einem angestellten Verhältnis ist, wenn man selbstständig ist, hat man vielleicht auch gar keine Zeit, weil man versuchen muss, gerade mit seinen eigenen wirtschaftlichen Nöten alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen.
Gibt es da Unterschiede, wie lange Frauen trauern oder wie lange Männer trauern, bis sie das Gefühl haben, wieder gut zurechtzukommen? Auch da gibt es keinen Ablaufdatum, sage ich immer, und Trauer ist dann dran, wann es letztendlich halt dran ist. Das kann ja beispielsweise sein, dass wenn in einer Familie Mutter oder Vater sterben, da sind noch kleine Kinder, dann habe ich tatsächlich keine Zeit zu trauern, weil ich dann erst mal gucken muss, dass mein Lebensunterhalt weiter verdient wird, wenn ich nicht entsprechend abgesichert bin durch den anderen Partner, ich muss gucken, dass die Kinder in Kindergartenschule etc. kommen, dann gibt es wenig Zeit zu trauern.
Und dann ist der Trauerprozess aus meiner Erfahrung auch einfach eine ganze Weile später und kommt dann erst vielleicht acht Jahre später, zehn Jahre später, wenn die Kinder ein bisschen selbstständiger sind und man kann innerlich was mehr zur Ruhe kommen, dann holt eines dann halt ein. Also Trauer findet den Weg, das finde ich das Wunderbare an unserem menschlichen Dasein, dass wir auch das innerlich ein bisschen aufschieben können und unbewusst oder dann auch bewusst feststellen, jetzt ist der Moment, wo ich da mal hingucken muss und mir nehme mir auch auf die Zeit das dann zu verarbeiten.
Wenn Frauen und Männer unterschiedlich trauern, hat das auch Einfluss darauf, wie sie dann später einmal sterben werden? Ja, das ist eine spannende Frage, das glaube ich muss mal ein bisschen breiter anschauen. Ich habe auch einige Jahre Sterbebegleitung gemacht und es ist eine persönliche Beobachtung. Ich glaube, Menschen, die sich in ihrem Leben mit ihren eigenen Themen auseinandergesetzt haben und die auch verarbeitet und integriert haben, dass die grundsätzlich einfacher sterben, die so mit sich selber im Reinen sind und auch vielleicht mit ihrem Umfeld im Reinen sind.
Ich glaube, das macht ein Sterbeprozess aus meiner Sicht und aus meiner Erfahrung, wo ich mich jetzt fast 20 Jahre mit den Themen befasse einfacher. Es gibt sicher bei allem immer die Ausnahme, aber Menschen, die nie über das, was sie erlebt haben, zum Beispiel wenn ich Menschen begleitet habe, die wirklich sehr belastende Erlebnisse noch im Zweiten Weltkrieg erlebt haben und haben das sehr für sich zurückbehalten, weil sie einfach das nur vorbeihaben wollten und nicht mehr darüber sprechen wollten und das so abkapseln. Die tun sich oftmals auch schwerer in einem Sterbeprozess.
Ich glaube einfach, dass einen da innerlich vielleicht etwas bindet, noch halt und hält und was man eigentlich vielleicht auf dieser Welt auch noch loslassen sollte oder verarbeitet haben sollte, als wenn man jetzt an Rehne Karnationen glaubt, halt vielleicht auch wieder mitnimmt in die nächste Runde halt. Wenn du auf deine Erfahrungen schaust in der Sterbebegleitung, du hast ja nun Männer und Frauen begleitet. Könnte es sein, dass Frauen dadurch, dass sie sich mit diesen Themen mehr beschäftigen als Männer, dann auch in dieser letzten Phase des Lebens es nicht einfacher haben, aber vielleicht eher in der Lage sind loszulassen?
In diesen letzten Stunden gibt es wenig Unterschied eigentlich halt zwischen Männern und Frauen, was ich so erlebt habe. Die größten Experten, wenn es um Sterben geht, sind Frauen. Frau Kübler-Ross zum Beispiel, Chris Paul oder dich würde ich auch dazu zählen. Das ist schon auffällig, finde ich. Ja, aber auch da ist ja so der soziale Aspekt von Frauen. Frauen halten die Familie zusammen, Frauen halten das Sozialleben am Laufen, da ist ja auch eine gewisse Geschlechterrolle schon vorgegeben und wieso sollte das in therapeutisch oder trauerbegleitenden Bereichen nicht ähnlich sein, dass man sich vielleicht auch gesellschaftlich verantwortlich fühlt und entsprechende Initiative ergreift?
Lass uns mal auf die Seminare und Workshops schauen, kommen da mehr Frauen oder mehr Männer? Auch da sind vorwiegend Frauen bei uns in den Workshops und ähnlich verteilt wie in den Trauergruppen dann hier und dort auch Männer. Anders ist das, wenn wir Workshops zum Beispiel gezielt für die Feuerwehr vereinbaren oder für den Rettungsdienst, David und ich haben ja schon das eine oder andere Projekt gemacht, dann haben wir vorwiegend Männer in den Teilnehmergruppen für die Workshops. All diese Angebote von uns werden wir auch in den Show Notes verlinken.
Stephanie, lass uns deine BRDU planen, hast du da schon mal drüber nachgedacht? Die ist schon durchgeplant, bin schon fertig damit und habe auch schon überwiesen, also ich habe es nicht am Markt dem David erzählt, sondern ich bin rundherum durchgeplant, was meine BRDU angeht. Ich weiß, welche Musik gespielt wird, es gibt die Playlist, es gibt die Blumen, die ausgesucht sind, ich habe meine Trauerredner definiert und hoffe, dass die dann auch noch leben und also ich bin fertig mit diesem Kapitel und weiß, dass die letzte Reise ganz entspannt angehen kann.
Du könntest selbst eine Trauerrede schreiben, was wäre dir wichtig, dass es gesagt wird? Also wichtig sind so Aspekte, was ich auch in die Vorsorgeunterlagen gelegt habe, dass man so ein Stück weit versteht, dass ich immer Liebe, so ich nenne, das in meines Kollektiv geben wollte, in meinem Leben und dass ich Menschen eigentlich aus Lebenskrisen immer Halt und Zuversicht geben wollte oder gemacht habe und dass auch ein ganz, ganz tiefer Lebenssinn in meinem Leben gewesen ist, ebenso natürlich und das noch an erster Stelle sicherlich halt meine drei Kinder, die mir in ähnlichen Lebenssinn und Motivation halt im Leben immer gegeben haben.
Das würde ich ja dann in der Vergangenheit sprechen. Ja, ich glaube auch so mein Glauben daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, das habe ich so formuliert, dass ich halt nicht weg wäre, wenn ich dann verstärbe, sondern dass ich nur Form und Sein verändert habe und ich glaube auch an das Göttliche und dass ich hoffe, dass ich dann in Frieden und Bedingungsloser Liebe angekommen bin. Das sind so Gedanken und Wünsche da richtig werden. Du hast jetzt gerade schon eine Playlist erwähnt und wir fragen ja eigentlich immer, welchen Song jemand auf seiner Beerdigung haben möchte.
Magst du uns die Playlist oder dein Lieblingslied daraus nennen? Also ich habe verschiedene Lieder halt, aber eines, was ein Lied, was mir ganz wichtig ist, wo ich das Musikvideo auch gerne abgespielt haben möchte, November Rain, weil ich das Video sehr, sehr mag und das auch für sich spricht so ein bisschen, was mein Lebensthemen gewesen sind. Ich mag Beziehungen, aber manchmal bringen sie auch viel Leid mit sich und ja, von daher ist das für mich so ein Ausdruck meines Lebens und aber trotzdem halt nie den, nie so diesen Glauben an die Liebe im Großen und Ganzen verloren habe an die Menschen.
Und von Bosse, das würde auch gespielt werden, der letzte Tanz, das finde ich halt auch gut zu leben, auch mein Leben, dass wir eigentlich nur ein Wegmomente haben und dass wir jeden Moment schon ein Stück weit zu leben sollten oder wenn ich eine Möglichkeit habe, ich mache einen Wochenendtrip oder ich kann noch eine Stunde an den Strand, wenn ich irgendwo ein Businesstrip hab, dann mache ich das, weil ich einfach nicht weiß, wie viel Zeit bleibt mir und das ist eine Philosophie, die ich immer wieder aus den Trauergruppen ziehe und auch an meine Kinder weitergebe, dass sie sich das Beste versuchen sollen, rauszuholen aus dem Leben.
Herzlichen Dank, Stefanie. Sehr gerne. Das war's für heute. Schöner Leben bleiben und bis bald.