Geschichten und Begebenheiten inspiriert durch die Arbeit von Fritz Roth


Pütz-Roth – Bestattungen & Trauerbegleitung

Denkanstöße – Teil 1

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Denkanstoss 66 – Sterben dürfen

Die Liebe, Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die ich von meiner Familie, von Freunden, Bekannten und auch von Seiten der Medien bekomme, seit bekannt wurde, dass ich unheilbar an Leberkrebs erkrankt bin, berührt mich tief. Ich danke allen, die mir in den letzten Wochen zugehört, mich in ihre Sendungen eingeladen und über mich geschrieben haben. Während der Gespräche gab es immer wieder bewegende Momente.

Bisher war mein Lebensthema Trauer. Menschen kamen immer dann zu mir, wenn sie einen Trauerfall in der Familie hatten, oder sich aus anderen Gründen für das Thema interessierten. Trauernden zu helfen und Menschen mit dem Tod vertraut zu machen, hat einen Großteil meines Lebensglückes ausgemacht. Ich liebe meinen Beruf. Eine neue Trauerkultur nicht nur zu fordern, sondern sie mit zu gestalten, ist für mich eine große Erfüllung.

Meinen eigenen Tod vor Augen würde ich der gesellschaftlichen Diskussion gerne noch einmal einen Impuls geben. Die Vorstellung an Schläuchen zu hängen und von der Funktionsfähigkeit einer Maschine abhängig zu sein, ist schlimm. Natürlich möchte ich schmerzfrei sterben. Das ist heutzutage kein Problem. Aber ich möchte auch bewusst sterben.

Es wäre eine große Erleichterung, über meinen eigenen Tod selbst entscheiden zu können. Ob ich die Entscheidung fälle, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte es nur dürfen. Wenn es ans Sterben geht, möchte ich meine Würde und meine Mündigkeit behalten. Ich finde es bedenklich, wie wir versuchen, alles per Gesetz zu regeln, den Anfang und das Ende des Lebens. Dass meine Frau aus dem Zimmer gehen muss, um sich nicht strafbar zu machen, wenn sie mir etwas gibt, damit ich mein Leben würdevoll beenden kann - ich halte das für menschenunwürdig.

Ich möchte mir nicht selber das Leben nehmen, aber ich möchte darüber wenigstens nachdenken können, und es müsste ermöglicht werden dürfen. Und dafür möchte ich nicht in die Schweiz fahren, sondern das möchte ich zu Hause tun können, vielleicht dabei aus dem Fenster schauen oder was immer mir noch möglich ist.

Meine Lebenssituation kann sich sehr schnell ändern. Im Moment fühle ich mich gut und bin voller Tatendrang. Das kann in ein paar Wochen anders sein, dann macht mir der Krebs vielleicht wirklich Angst, weil ich mich vor Schmerzen krümme.

Ich werde vorbereitet sein.

Herzlichst, Ihr Fritz Roth

Bergisch Gladbach im Oktober 2012

 

Presse-Kontakt:
Reichert Medien Consultants, Gotenstr. 5-7, 65929 Frankfurt am Main, Tel. 069/78 99 50-35, Fax. 069/78 99 50 36, Mail: kr@medien-consultants.de

Archiv der Denkanstöße – Teil 1

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Denkanstoss 66 – Sterben dürfen

Die Liebe, Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die ich von meiner Familie, von Freunden, Bekannten und auch von Seiten der Medien bekomme, seit bekannt wurde, dass ich unheilbar an Leberkrebs erkrankt bin, berührt mich … mehr.

30. Oktober 20122012
Denkanstoss 65 – „Das ärmste reiche Land“

Wieviel? Leider kommt diesem kleinen Wort am Ende des Lebens eine immer größere Bedeutung zu. Seit die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2004 das Sterbegeld aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen hat, … mehr.

30. Juni 20122012
Denkanstoß 64 – Leichen im Keller

Leichen im Keller… …und keiner weiß, wer die Toten sind, könnte man diesen Satz zu Ende führen. Aus den Medien war zu erfahren, dass sich im Keller des anatomischen Instituts der Uni … mehr.

1. Februar 20122012
Denkanstoß 63 – Steve Jobs

Menschen sterben. Ideen leben weiter. Das Vermächtnis von Apple-Gründer Steve Jobs steckt nicht nur in iPods, iPhones und iPads. Der Mann, dem die Menschheit geniale Erfindungen verdankt, hat der Welt auch ein … mehr.

1. Oktober 20112011
Denkanstoß 62 – Stephan Müller

„Hallo, mein Name ist Stephan Müller …“ so lautet der Begrüßungstext einer ganz besonderen Website „…und ich lade Euch ein, mit in mein Leben zu fahren – bis zu meinem Tod durch … mehr.

1. Juni 20112011
Denkanstoß 61 – Gefasst und leidensfähig

Hunderte Erdbeben sind jedes Jahr in Japan zu spüren. Oft bebt die Erde mehrmals am Tag. Und immer wieder fordern die Beben Todesopfer. Beim Kanto-Erdbeben in Tokio 1928 starben über 140 000 … mehr.

1. März 20112011
Denkanstoß 60 – Danke

Ich muss zugeben, meine Kenntnisse was die aktuellen Charts (zu meiner Zeit hieß das Hitparaden) angeht, sind überschaubar. Deshalb hat es wahrscheinlich gedauert, bis mir ein Lied aufgefallen ist, das auf eine … mehr.

1. Februar 20112011
Denkanstoß 59 – Pietätlos

Immer mal wieder lesen wir in den Zeitungen Artikel über Betrugsfälle in der Bestattungsbranche. Meistens wird das Geschehene mit den Begriffen “bizarr” und “pietätlos” skandalisiert: “Mitarbeiter des Krematoriums stehen unter Verdacht, Zahngold … mehr.

1. Oktober 20102010
Denkanstoß 58 – Der Tod kann ein guter Lehrmeister sein!

Die Verarbeitung von Verlusten geschieht in Trauerprozessen. Was zunächst mal seltsam anmuten mag, mündet schnell in ein Aha-Erlebnis von fast trivialer Klarheit: Was, bitte, hat die Arbeitswelt mit Tod und Trauer zu … mehr.

1. August 20102010
Denkanstoß 57 – Gefallen

Ich möchte in meinem Denkanstoß nicht über Sinn oder Unsinn des Afghanistan Einsatzes schwadronieren. Es geht mir auch nicht um den Streit, ob die Soldaten am Hindukusch nun in einem Krieg gefallen … mehr.

1. April 20102010
Denkanstoß 56 – Dienst nach Vorschrift

Mit einer zärtlichen Handbewegung strich Oberarzt Dr. Volker Werner über das Gesicht seines jungen Patienten und schloss seine Augen. Er hatte fast eine Woche um Jonas Leben gekämpft, doch die Viren hatten … mehr.

1. Februar 20102010
Denkanstoß 55 – You’ll never walk alone

Der Tod des Torwarts Robert Enke hat bundesweit Trauer und Bestürzung ausgelöst. Doch anders als üblich, wenn Prominente sterben, haben die meisten Medien diesmal besonnen und mit wirklicher Anteilnahme berichtet. Dies wurde … mehr.

1. Dezember 20092009
Denkanstoß 54 – Bestatter sein

Das Bergische Land ist meine Heimat. Ich bin dort auf einem Bauernhof aufgewachsen. Als ich sechs Jahre alt war, starb meine Großmutter. Nachdem die Tote von ihren Schwiegertöchtern angezogen worden war, kam … mehr.

1. Oktober 20092009
Denkanstoß 53 – Jedes Ende ist auch ein Anfang

Als Bestatter bin ich mit dem Begriff »Ende« in all seinen Facetten natürlich gut vertraut. Dieser Beruf war für mich in den letzten 25 Jahren immer mehr als nur Broterwerb. Dieser Beruf … mehr.

1. Juni 20092009
Denkanstoß 52 – In Zeiten wie diesen…

Tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die Banken und die Automobilindustrie werden massiv Stellen abbauen müssen. Machen wir uns nichts vor. Es wird in den nächsten Wochen Firmen geben, die im wahrsten Sinne … mehr.

1. März 20092009
Denkanstoß 51 – Der Trauer eine Heimat geben – auch im Internet

Täglich finden in unserem »Haus der menschlichen Begleitung« in Bergisch Gladbach Trauerfeiern statt, werden Urnen in unseren »Gärten der Bestattung« beigesetzt. Die Trauernden kommen zu uns, weil sie bei uns die Chance … mehr.

1. Januar 20092009
Denkanstoß 50 – Día des los Muertos – Der Tag der Toten

Der graue triste November gilt in Deutschland traditionell als Trauermonat. An Allerheiligen und Allerseelen gedenken die Katholiken den Verstorbenen, am Totensonntag erinnern die Protestanten an ihre Toten und die Gefallenen der Weltkriege … mehr.

1. Oktober 20082008
Denkanstoß 49 – Der stärkste Mann der Welt

Als die 259-Kilogramm-Eisen auf die Holzbühne knallten, war das wie ein Befreiungsschlag für den Gewichtheber Matthias Steiner. Seine Trauer, das ganze Leid der letzten Monate schien plötzlich für einen Moment Sinn zu … mehr.

1. September 20082008
Denkanstoß 48 – Mein Wille geschehe – Sterben in Zeiten der Freitodhilfe

Das neue Buch von Dr. Svenja Flaßpöhler rüttelt an einem Tabu. Wie der Tod, so ist auch das Sterben in unserer Gesellschaft aus dem Alltagsleben verdrängt worden. Ich rede nicht von Tod … mehr.

1. Juni 20082008
Denkanstoß 47 – Künstler will Sterbenden ausstellen

»Der unheimlichste Künstler der Gegenwart«, wie ihn der Tagesspiegel nennt, sorgt im Moment mit einem ganz besonderen Projekt für Schlagzeilen. Gregor Schneider will einen Sterbenden im Museum ausstellen. Sein Beweggrund: »Das kann … mehr.

1. April 20082008
Denkanstoß 46 – »Der Ring«

Wenn ich mit dem ICE unterwegs bin, reserviere ich vorher im Großraumabteil immer einen Platz an einem der blauen Tische. Man kann dort hervorragend Zeitung lesen und kommt sehr leicht ins Gespräch … mehr.

1. April 20082008
Denkanstoß 45 – Kirschblüten-Hanami

Der Titel von Doris Dörries neuem Film ist perfekt gewählt. Die Kirschblüte steht in der japanischen Kultur für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. In »Kirschblüten-Hanami« geht es um Tod und Trauer. Wir begleiten … mehr.

1. Februar 20082008
Denkanstoß 44 – Ex und hopp

Ein Grund, warum wir den Tod eines geliebten Menschen als so schmerzhaft empfinden, ist die Endgültigkeit des Abschieds, die mit der Tatsache, dass wir sterben, verbunden ist. Wir werden diesen einen Menschen … mehr.

1. Januar 20082008
Denkanstoß 43 – Schwarz

»Schwarzer Peter, schwarzes Schaf, Schwarzer Freitag, Schwarzmalerei, Schwarzarbeit, … wer sich schwarz ärgert, ärgert sich nicht selten zu Tode.« Warum hat die Farbe Schwarz ein so schlechtes Image? Warum assoziiert man mit … mehr.

1. November 20072007
Denkanstoß 42 – 50 IDEEN UND PRODUKTE FÜR MORGEN

»Ein mobiles Hotelzimmer, das man mitten im Wald aufstellen kann, Handtaschen mit Innenbeleuchtung, Unterwäsche, die Schweißgeruch tötet, Autos, die miteinander kommunizieren, eine Designerjacke, die Handys auflädt, Joghurt, der teuere Kosmetika ersetzen soll, … mehr.

1. November 20072007
Denkanstoß 41 – Totentanz

Im Jahr 1929 drehte Walt Disney einen, wie ich finde, sehr lustigen und zugleich interessanten Film. Die »Silly Symphony« (»Tanz der Skelette«) war eine für das Jahr 1929 zeitgenössische Variation des Themas … mehr.

1. August 20072007
Denkanstoß 40 – Ein Ort, an den man gerne kommt

»Ich würde mich nie verbrennen lassen!« Hilde Bencher (82) lehnt Urnenbestattungen strikt ab. Die alte Dame mit den wachen blauen Augen hat überhaupt kein Problem damit, offen mit ihrem Sohn Martin über … mehr.

1. Juli 20072007
Denkanstoß 39 – Tränen lügen nicht

Zumindest in den allermeisten Fällen. Tränen begleiten unser Leben von der Geburt bis zum Tod. Für den Säugling sind sie überlebenswichtig, seine einzige Chance sich auszudrücken. Kinder weinen, wenn man ihnen ihr … mehr.

1. Juni 20072007
Denkanstoß 38

„Ich lese jeden Morgen die Todesanzeigen in der Zeitung – wenn mein Name nicht dabei steht, dann mache ich einfach weiter wie bisher“ (Dizzy Gillespie, 1917-1993) Diese Angewohnheit von Dizzy Gillespie wird … mehr.

1. April 20072007
Denkanstoß 37 – Lange Rede, kurzer Sinn

Florian hatte immer ein gutes Verhältnis zu seinem Schwiegervater Werner, sie teilten die Liebe zu ihrem Lieblingsverein Borussia Dortmund und schraubten in der „Büxx“ jede freie Minute an alten Horex-Motorrädern. „Die Büxx“ … mehr.

1. Februar 20072007
Denkanstoß 36 – Mai statt November

Bei meiner letzten Führung durch das „Haus der menschlichen Begleitung“, zu Gast war eine 9. Klasse aus Euskirchen, stellte einer der Schüler eine interessante Frage: „Warum gilt der November eigentlich als Trauermonat?“ … mehr.

1. November 20062006
Denkanstoß 35 – Die letzte Ruhestätte

„Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden!“ Was aber mit diesem Staub passieren soll, diese Entscheidung überlässt die Bibel den Menschen selbst, die heutzutage vom … mehr.

1. August 20062006
Denkanstoß 34 – Übrig bleiben

Der Anruf kam am späten Nachmittag. Maria war gerade dabei Gemüse einzumachen, als das Telefon klingelte. „Diewes Lisbeth“, wie ihre beste Freundin Elisabeth überall genannt wurde, war gestorben. Einfach so, friedlich eingeschlafen, … mehr.

1. Juli 20062006
Denkanstoß 33 – Die Gärten der Bestattung

Der Beginn der Zivilisation wird häufig gleichgesetzt mit dem ersten Auftauchen von Bestattungsritualen. Markiert der Zeitpunkt, als der erste Homo sapiens einem verstorbenen Sippenmitglied eine Muschelkette ins Grab legte, den Beginn unserer … mehr.

1. April 20062006
Denkanstoß 32 – Kunst und Trauer

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden. … mehr.

1. März 20062006
Denkanstoß 31 – Der Grabstein der Familie Kobayashi

Grabsteine aus grauem, braunem oder schwarzem Marmor, poliert und mit geschwungener Oberkante verziert. Dann Stein für Stein aufgestellt in Reih und Glied. Der Volksmund spricht: »Ordnung ist das halbe Leben« und Bestatter, … mehr.

1. Februar 20062006
Denkanstoß 30 – Das Urnengrab unter der Ulme

Harald Winkler (78) saß in meinem Büro und faltete nervös das Blatt Papier auseinander, auf dem seine Frau Lisa handschriftlich ihren letzten Willen festgehalten hatte. Der Nachlass war sorgsam geregelt und es … mehr.

1. Januar 20062006
Denkanstoß 29 – Das Fest der Liebe

Die Adventsbeleuchtung taucht die Innenstädte in warmes Licht, die Weihnachtsmärkte duften nach gerösteten Maronen, knusprigem Lebkuchen und leckerer Thüringer. Die Menschen schlendern durch die Kaufhäuser auf der Suche nach Geschenken für ihre … mehr.

1. Dezember 20052005
Denkanstoß 28 – Die Leichenfrau

Sieglinde Ammerhäuser (85) aus Grävenbroich denkt über Sterben und Tod nach. In ihrer Familie ist der Tod ein Tabuthema. Da unterscheiden sich die Ammerhäusers nicht von 99 Prozent der Familien in unserem … mehr.

1. Oktober 20052005
Denkanstoß 27 – Der Pfad der Sehnsucht

Der „Pfad der Sehnsucht“ beginnt mit der mehrfach gewundenen vergoldeten Linien-Skulptur aus Eisenblech von Knopp Ferro. Diese Arbeit spiegelt den Verlauf jedes menschlichen Seins. Über Jahrhunderte sind wir zum „Cogito, ergo sum“, … mehr.

1. August 20052005
Denkanstoß 26 – Trauerorte am Rand der Straße

Auf dem Heimweg. Die Stimmung im Auto ist ausgelassen. Benny, seine Freundin Jule und seine Schwester Diana kommen gerade von ihrer Abifeier. Benny wischt sich eine Lachträne aus dem Auge und bemerkt … mehr.

1. Juni 20052005
Denkanstoß 25 – Darf man erleichtert sein, wenn jemand stirbt?

Claudia Höges (21) bekam hautnah mit, wie ihre 83-jährige Oma Paula immer mehr „abbaute“. Anfangs war es eine mittelschwere Demenz. Claudia besuchte ihre Großmutter regelmäßig nach der Uni und kümmerte sich um … mehr.

1. Mai 20052005
Denkanstoß 24 – Trauern Kinder anders?

Paul geht jeden Freitag mit seiner Mutter Miriam in den Park. Freitags kommt sie früher von der Arbeit, dann können sie den ganzen Nachmittag spielen und toben. Paul freute sich immer sehr … mehr.

1. April 20052005
Denkanstoß 23 – Wann darf ich wieder lieben?

Helen und Stefan Wesemeyer waren 28 Jahre verheiratet. Sie lebten in Bad Homburg, mit Blick auf Taunustherme und Elisabethenbrunnen – sie standen mitten im Leben. Dann kam der erste Schlaganfall. Stefan schien … mehr.

1. März 20052005
Denkanstoß 22 – Das Leben geht weiter

Es ist etwas geschehen, dass uns unsere Endlichkeit brutal vor Augen geführt hat. Hunderttausende Tote, ganze Landstriche in Sekunden dem Erdboden gleich gemacht. Vermisste Angehörige, vernichtete Existenzen. Millionenfaches Leid, das keinen Unterschied … mehr.

1. Januar 20052005
Denkanstoß 21 – Stille Nacht, traurige Nacht …

Adventszeit in Frankfurt. Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg. Die fröhliche Menschenmenge schiebt sich an Buden mit Lebkuchen und Christbaumschmuck vorbei. Im Gedränge eine junge Frau, von der die Glühwein trinkenden, gut gelaunten Menschen … mehr.

1. Dezember 20042004
Denkanstoß 20 – Wenn Kinder trauern (dürfen)

Marianne war vier Jahre alt, als ein älterer Mann aus ihrer Nachbarschaft starb. Sie kannte ihn nur als den „krummen“ Friedrich, der in dem Haus mit dem katzenkopfgepflasterten Hof wohnte. Als Friedrich … mehr.

1. November 20042004
Denkanstoß 19 – Trauer und Freude

Trauer und Freude sind „große“ Gefühle. Und Gefühle brauchen Ausdruck – eine ganz besondere Ausdrucksform sind Tränen. Wir Menschen haben die Fähigkeit, Tränen der Freude zu weinen und Tränen der Trauer. Alle … mehr.

1. Oktober 20042004
Denkanstoß 18 – Nicolas Paul Morgenstern – Totgeburt männlichen Geschlechts

Was haben Sie am 29. Juli 1997 gemacht? Dieser Tag war für die meisten Menschen in Deutschland ein ganz gewöhnlicher Sommersamstag. Das schöne Wetter lud dazu ein, früh aufzustehen, über den Markt … mehr.

1. September 20042004
Denkanstoß 17 – Liebe geht durch den Magen

Trauerliebe übrigens auch. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, bricht alles zusammen. Viele Trauernde scheitern in ihrem Schmerz oft an ganz einfachen Dingen. Kochen zum Beispiel. Ein Reporter des SPIEGEL hat mich unlängst … mehr.

1. August 20042004
Denkanstoß 16 – Der letzte Weg

Als vor einigen Jahren im hessischen Ebsdorf der Zimmermann Willi Klein zu Grabe getragen wurde, war das ganze Dorf auf den Beinen. Fahnen- und Standartenträger schritten den Sargträgern voraus. Hinter dem Sarg … mehr.

1. Juli 20042004
Denkanstoß 15 – Hygienisch einwandfrei und gesetzestreu

Ägypter, Römer, Hethiter, Skythen – kein altes Kulturvolk wäre auf die Idee gekommen, Verstorbene ohne Grabbeigaben auf die letzte Reise zu schicken. Im Grab des Bogenschützen von Stonehenge (2300 v. Chr.) wurden … mehr.

1. Juni 20042004
Denkanstoß 14 – Ab in die Grube

Katharina Kampmann, stolze 84 Jahre alt und eine fidele kleine Stadtlady, ist mit Leib und Seele Kölnerin. Das Rheinland ist ihre Heimat, Köln Mühlheim seit den 60er Jahren ihr Lebensmittelpunkt. Frau Kampmann … mehr.

1. Mai 20042004
Denkanstoß 13 – e-Trauer

Verena K. ist eine aktive junge Frau, die ihr Leben im Griff hat. Das heißt, sie hat es wieder im Griff. Ihre Ehe mit Paul war perfekt. Paul war ein Gewinner, ein … mehr.

1. April 20042004
Denkanstoß 12 – Andy kommt nicht mehr.

Unruhe in der Firma. Andy Schubert, Art Director einer großen Werbeagentur, ist heute Morgen nicht zum Meeting erschienen. Der Kunde ist sauer und der Auftrag in Gefahr. Sein Boss Werner Herweg schnappt … mehr.

1. März 20042004
Denkanstoß 11 – Fünf Tage Abschied

Sechsunddreißig Stunden gewährt der Gesetzgeber im Schnitt, um sich zu Hause von seinem verstorbenen Angehörigen zu verabschieden. Warum es gerade sechsunddreißig sind? Diese Frage wird Ihnen niemand beantworten können. Der Prozess der … mehr.

1. Februar 20042004
Denkanstoß 10 – Mein letzter Wille

Von der Wiege bis zur Bahre – alles organisiert und reglementiert. Schulnoten, Ausbildungszeugnisse, Magister, Diplome, der Führerschein – die Liste der Schriftstücke, die Ordnung in unser Leben bringen, ist beinahe endlos. Und … mehr.

1. Januar 20042004
Denkanstoß 9 – Wir sind doch zum Schweigen erzogen worden

Kriegskinder – so werden jene Kinder genannt, die den Krieg als Kind erlebt oder die während des Krieges geboren wurden. Tod und Leiden gehörten zu den ersten Erfahrungen in ihrem jungen Leben. … mehr.

1. Dezember 20032003
Denkanstoß 8 – Das letzte Hemd hat keine Taschen

So spricht der Volksmund und zwar immer dann, wenn es mal wieder ansteht, sich dafür zu entschuldigen, dass man gerade sein Geld mit vollen Händen zum Fenster raus wirft. Bedenkt man, was … mehr.

1. November 20032003
Denkanstoß 7 – Ist der Tod showfähig?

Natürlich nicht! Gunther von Hagens, der „Schöpfer” der „Körperwelten”, scheint das anders zu sehen und wurde prompt von den Behörden in München mit Ausstellungs- und Auftrittsverbot belegt. Um es vorweg zu nehmen, … mehr.

1. Oktober 20032003
Denkanstoß 6 – Wir haben geweint, geweint, geweint…

Als Sabine T. erfuhr, dass sie schwanger war, hätte sie am liebsten vor Glück die buchstäblichen Luftsprünge gemacht. Das Kind, obwohl noch gar nicht geboren, rückte sofort an die erste Stelle in … mehr.

1. September 20032003
Denkanstoß 5 – Vom Winde verweht

Franz R. war sein Leben lang Kapitän des Containerschiffs Augusta. Der Rhein war sein Zuhause. Als echte Wasserratte war es für ihn unvorstellbar, irgendwann an Land begraben zu werden. Franz R. verfügte … mehr.

1. August 20032003
Denkanstoß 4 – Trauer und Betroffenheit

Frage: Die Geschehnisse in Erfurt haben über die Grenzen hinaus Betroffenheit ausgelöst. Ist Betroffenheit eine Form der Trauer? Fritz Roth: Ich unterscheide zwischen Trauer und Betroffenheit. Trauer ist etwas ganz individuelles, was … mehr.

1. Juli 20032003
Denkanstoß 3 – Die Sprachlosigkeit überwinden!

Zugegeben, ein Tagebuch für die Trauer ist ein ungewöhnlicher Gedanke. Aber erinnern wir uns: Vielleicht haben wir in unserer Jugend ein Tagebuch geführt, dem wir unsere geheimsten Gedanken und Sehnsüchte anvertraut haben, … mehr.

1. Juni 20032003
Denkanstoß 2 – „TrauerOase“ – Ein Gütesiegel für Bestatter

Die Trauer hat ihren Platz im Alltag verloren. Trauernde fühlen sich oftmals allein gelassen – von den Verstorbenen, von ihren Freunden und nicht zuletzt von denen, die eigentlich von Berufs wegen dafür … mehr.

1. Mai 20032003
Denkanstoß 1 – Kirche will Bestattern Konkurrenz machen

Zwischen der evangelischen Kirche im Rheinland und den örtlichen Bestattern ist es zum Streit ums letzte Geleit gekommen. Die Kirche will nicht nur den Toten den letzten Segen erteilen, sondern auch die … mehr.

1. April 20032003